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„Kommt! Bringt eure Last!“

Frauen feiern den Weltgebetstag

Luhe/Neudorf/Oberwildenau. (rgl). 63 Frauen aus der Seelsorgegemeinschaft und Pfarrer Arnold Pirner feierten am Freitag, 6. März, den Weltgebetstag der Frauen. Die Organisation und Vorbereitung lag in diesem Jahr in den Händen des KDFB Luhe. Die Gottesdienstordnung stammte heuer aus Nigeria, einem Land in Westafrika, das dreimal so groß wie Deutschland ist. Dort leben 230 Millionen Menschen und 250 verschiedene Ethnien, zwischen denen es immer wieder zu gewaltsamen Konflikten kommt. Nigeria hat die stärkste Wirtschaft Afrikas, weil es dort viele Bodenschätze wie Erdöl, Erdgas und Gold gibt.

60 Prozent der Menschen sind unter 25 Jahre alt. Etwa 50 Prozent der Bevöl-kerung sind christlich; sie leben vor allem im Süden des Landes. Die andere Hälfte ist muslimisch und lebt vor allem im Norden.

Mädchen und junge Frauen werden früh verheiratet. Es wird Druck auf die Frauen ausgeübt, zu heiraten und Söhne zu gebären. Wenn eine Frau Witwe wird, erfährt sie soziale Ausgrenzung.

Frauen müssen das täglich benötigte Wasser auf dem Kopf von den Wasser-stellen nach Hause tragen, doch schwere Lasten sind auch gesellschaftliche Unterdrückung, religiöse Verfolgung und Armut.

Als Symbol für die Lasten des Alltags erhielt jede Frau zur Begrüßung einen Stein, der später in der Mitte abgelegt werden durfte zum Zeichen dafür, dass Gott die Lasten mitträgt. Der Führungskreis des KDFB Luhe hatte die Mitte, um die sich alle Frauen zum Gebet versammelten, mit Gegenständen aus Afrika geschmückt.

Den Untergrund bildeten Stoffe in den Farben grün-weiß-grün, die für die Flagge Nigerias standen, sowie ein bunter, afrikanischer Stoff, der an die bunte Kleidung der Frauen in Nigeria erinnerte. Eine große, afrikanische Trommel, exotische Früchte wie Mango und Papaya, geflochtene Körbe und eine Land-karte stimmten die Frauen auf die Feier ein, bei der es neben Informationen zum Land auch Bilder zu sehen gab.

Beim Gottesdienst lernten die Teilnehmerinnen auch die bewegenden Schicksale dreier Frauen aus Nigeria kennen, denen der Glaube an Gott Kraft schenkt, trotz der großen Probleme die Hoffnung und die Zuversicht nicht zu verlieren.

Die Kollekte erbrachte ein Ergebnis von 440,-- Euro.

Nach dem Gottesdienst waren alle Frauen zum gemeinsamen Essen an den in den nigerianischen Nationalfarben dekorierten Tischen eingeladen. Die ver-schiedenen Gerichte hatten die Führungskreisfrauen des KDFB Luhe gekocht.

In gemütlicher Runde klang der beeindruckende Abend, der christliche Frauen auf der ganzen Welt miteinander verbindet, aus.

    

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