70 Fußwallfahrer pilgern nach Mariahilf
Luhe (rgl). Trotz der vorhergesagten großen Hitze machten sich am 27. Juni 70 Pilger auf den Weg nach Mariahilf in Amberg. Um 2 Uhr nachts brachen die ersten Fußwallfahrer nach dem Pilgersegen, den Pfarrer Arnold Pirner erteilt hatte, in Luhe auf. Weitere schlossen sich um 3 Uhr in Neudorf und auf weiteren Stationen wie Buchberghütte oder Pursruck an, so dass schließlich ein stattlicher Zug von 70 Fußpilgern singend und betend nach Amberg zog. Das Pilgerleiterteam, Peter Hentschel und Dietmar Wagner, hatte alles umsichtig organisiert und vorbereitet. Die Sanitätsbetreuung übernahm wie immer die BRK-Bereitschaft Rothenstadt. Die Freiwillige Feuerwehr Luhe sicherte den Verkehr ab und versorgte die Wallfahrer mit Getränken. Um 11 Uhr kam die Pilgergruppe nach 33 km Fußmarsch erschöpft, völlig durchgeschwitzt, aber glücklich und wohlbehalten am Mariahilfberg an, wo sie von Pfarrer Arnold Pirner, sechs Luher Ministranten und einem Pater des Franziskanerklosters feierlich empfangen wurde. Viele Gläubige waren noch mit Bus oder Pkw zur Pilgermesse gekommen. Der Kirchenchor St. Martin unter der Leitung von Larissa Burgardt gestaltete den Festgottesdienst eindrucksvoll mit der Ettaler Liebfrauenmesse. Solistin Gertrud Werner sang das „Ave Maria“. Pfarrer Arnold Pirner, für den es die letzte Wallfahrt vor seinem Ruhestand war, sagte in seiner Predigt: „Mein Gebet gilt in dieser Stunde besonders Ihnen allen und unserer ganzen Seelsorgegemeinschaft. In wenigen Wochen steht ja ein großer Umbruch an: Für mich ein wehmütiger Abschied, für Sie ein Neuanfang mit neuen Seelsorgern, manchen Veränderungen, neuen Möglichkeiten und Herausforderungen. Bitten wir heute die Muttergottes um ihre Fürsprache, dass dieser Wechsel und der neue Anfang gut gelingen und dass es für die ganze Pfarreiengemeinschaft gut weitergeht und wir auch in Zukunft miteinander verbunden bleiben“. Die Wallfahrt sei ein öffentliches Glaubenszeugnis, ein Weg zum Abschalten und Innehalten. Maria sei eine gute Wegbegleiterin, nicht nur auf der Wallfahrt, sondern auf dem ganzen Lebensweg.
Am Ende sagte Pfarrer Pirner allen ein herzliches Vergelt’s Gott, die zum Gelingen der Wallfahrt beigetragen hatten, dem Vorbeter- und Vorsängerteam, den Lautsprecher- und Kreuzträgern, dem BRK, der Feuerwehr, dem Kirchenchor und besonders den beiden Pilgerleitern Peter Hentschel und Dietmar Wagner.
Sie überreichten Pfarrer Pirner zum Dank für 18 Jahre Begleitung mit Pilgersegen und schönen Pilgermessen im Namen aller Wallfahrer den eigens angefertigten Pilgerstab der Pfarrei Luhe, wünschten ihm Gottes Segen für den Ruhestand und luden ihn ein, auch in Zukunft bei der Wallfahrt dabei zu sein.
Sichtlich gerührt wünschte Pfarrer Pirner den Pilgern neue Kraft und Stärkung im Glauben und gemütliche Stunden bei der Einkehr beim Bergfest.

