Luhe. (rgl). Einen besonderen Tag durfte die Pfarrei St. Martin Luhe und die ganze Seelsorge-gemeinschaft am Hochfest der Erscheinung des Herrn erleben: Diözesanbischof Dr. Rudolf Voderholzer besuchte die Pfarrei und empfing die Sternsinger nach dem Abschluss ihrer Aktion beim Festgottesdienst am Abend um 18 Uhr.
Ein farbenprächtiges und sehr beeindruckendes Bild bot sich dem Bischof, als er am Pfarrhof, wo er von den PGR-Sprechern und Kirchenpflegern aus Luhe, Oberwildenau und Neudorf begrüßt wurde, durch das lange Spalier der 43 Sternsinger schritt und mit ihnen sowie Pfarrer Arnold Pirner zur Pfarrkirche zog. Dort hieß ihn der Ortsgeistliche mit herzlichen Worten willkommen und freute sich, dass der Bischof der Einladung der Sternsinger nach Luhe gefolgt war.
Der Kirchenchor St. Martin unter der Leitung von Larissa Burgardt bot mit der Kempter-Pastoralmesse einen musikalischen Ohrenschmaus zum Festtag. In seiner beeindruckenden Predigt stellte der Bischof die „Heiligen Drei Könige“ als Sterndeuter, Gelehrte und Wissenschaftler in den Mittelpunkt, die auf der Suche nach der Wahrheit den Stern am Himmel entdeckten, der ihnen den Weg zum kleinen König im Stroh zeigte. Jesus, der wahre König, habe sich selber zum Diener der Menschen gemacht und den Tod auf sich genommen, damit andere leben könnten. Er sei der König der Könige, der Völker und der Herzen. „Diesem König, habt Ihr, liebe Sternsinger, bei Eurer Aktion gedient und seinen Segen in die Häuser gebracht. Ihr seid damit auch seinem Auftrag gefolgt, den Armen zu helfen und zu dienen. Danke für Euren großen Einsatz und das großartige Spendenergebnis“, wandte sich der Bischof persönlich an die Buben und Mädchen aus Luhe, Neudorf und Oberwildenau mit ihren Betreuern Georg Hirsch, Simone Ott sowie Silvia Ippisch und Alexandra Voit. Sein Dank galt auch allen Erwachsenen, die die Sternsinger bei ihrer Aktion begleitet, unterstützt und verpflegt hatten.
Nach seiner Predigt betätigte sich Bischof Rudolf selber als Sternsinger und schrieb an den Kirchentüren den Segensspruch an. Am Ende des festlichen Gottesdienstes dankte Anna Schulze im Namen der Sternsinger dem Bischof für die große Ehre seines Besuchs und über-reichte ihm ein Geschenk. Dank galt auch den Betreuern und Begleitern und allen, die die Sternsingeraktion durch Spenden unterstützt haben.
Zum Schluss überreichte Bischof Rudolf allen Sternsingern einen Rosenkranz als Andenken und spendete der Gemeinde den Segen. Eine Brotzeit im Pfarrheim bildete den Abschluss dieses besonderen Tages.
Luhe. (rgl). Am 9. Dezember kamen viele Eltern und Großeltern mit Kleinkindern zur Kinderkirche in die Pfarrkirche und versammelten sich um die gestaltete Mitte im Altarraum.
Zu Beginn wurde wie immer das Lied „Große Leut, kleine Leut“ gesungen, bei dem die Kin-der mit vollem Körpereinsatz dabei sind. Nach dem Entzünden der Jesuskerze und der beiden Kerzen am Adventkranz stand die heilige Luzia im Mittelpunkt der Feier. Sie wurde von Annika Birner gespielt, die ein langes, weißes Gewand und eine leuchtende Luzia-Krone auf dem Kopf trug. Das Kinderkirchenteam (Rita Gleißner, Sandra Thaler, Katharina Spiegl und Annika Birner) las den Kindern mit verteilten Rollen und musikalischer Untermalung die Legende der heiligen Luzia vor, die im 3. Jahrhundert nach Christus in Syrakus in Sizilien lebte. Ihr Name bedeutet soviel wie „Lichtbringerin“. Sie wird vor allem in Skandinavien sehr verehrt.
Luzia weigerte sich zu heiraten, nachdem sie Christin geworden war. Sie wollte Jesus nach-folgen und Licht zu den verfolgten Christen, den Einsamen, Kranken und Obdachlosen in der Stadt bringen. Jedes Mal, wenn sie zu den Orten ging, wo sich die verfolgten Christen ver-steckt hielten, trug sie einen Kranz mit Lichtern auf ihrem Kopf, damit sie in den dunklen Verstecken etwas sehen konnte. Ihr verschmähter Bräutigam ließ sie aus Wut und Hass vor den Richter bringen, vor dem sich Luzia mutig zu ihrem christlichen Glauben bekannte. So wurde sie zum Tod verurteilt. Der Richter ließ um sie herum ein Feuer anzünden, aber die Flammen kamen wie durch ein Wunder nicht an Luzia heran. Deshalb wurde sie schließlich mit dem Schwert getötet.
Seither wird Luzia verehrt als die Heilige, die den Menschen Licht bringt und sie auf das helle Licht der Weihnacht vorbereitet.
Zu den Fürbitten wurden Sternenlichter angezündet für kranke, arme, alte, obdachlose und traurige Menschen, ebenso für alle Kinder, für die Menschen, die in Kriegsgebieten leben müssen, für die verfolgten Christen und für die Verstorbenen.
Nach dem gemeinsam gesungenen und mit Gesten begleiteten Vater Unser betete Rita Gleißner: „Guter Gott, wir danken dir für die heilige Luzia, die durch ihr Leben vielen Menschen Licht gebracht hat. Mache uns bereit, wie sie dein Licht weiterzugeben, damit Weihnachten für alle Menschen ein Fest der Freude wird.“
Nach dem Segen sangen alle mit Begeisterung wie immer zum Abschluss „Pass auf, kleines Auge“.
Die Kinder erhielten als Andenken ein Ausmalbild der heiligen Luzia.
Luhe (rgl). Mit einem Familiengottesdienst feierte die Pfarrei Luhe am Samstag, 6. Dezember, das Namensfest des heiligen Nikolaus und damit verbunden das Patrozinium der Wallfahrtskirche am Koppelberg. Pfarrer Arnold Pirner erläuterte anhand des Altarbilds die bekannten Legenden, die sich um das Leben des beliebten Heiligen ranken.
Bei der Predigt durften Kinder die einzelnen Buchstaben seines Namens halten. Pfarrer Pirner und Rita Gleißner gaben dazu Impulse, wie die Christen heute dem Vorbild des heiligen Nikolaus folgen und Nächstenliebe üben können. Kinder sprachen auch die Fürbitten.
Am Ende besuchte der Bischof Nikolaus (PGR-Sprecher Willi Köllner) die großen und kleinen Gläubigen in der Kirche und ermutigte sie mit seinem Gedicht, dem heiligen Nikolaus nachzueifern und sich mit Freude auf das Fest der Geburt Christi vorzubereiten. Die Kinder beschenkte er mit Mandarinen und einem Schokoladen-Nikolaus.
Nach dem Gottesdienst bewirtete der Pfarrgemeinderat die Mitfeiernden, die sich am offenen Feuer aufwärmen konnten, mit Glühwein, Kinderpunsch und Lebkuchen.
Am Vorabend des Christkönigsfestes gestalteten KLJB und Kolpingjugend Luhe einen beeindruckenden Jugendgottesdienst zum Heiligen Jahr. Er stand unter dem Motto „Hoffnung und Zuversicht“. Die Band GloryUs aus der Nachbarpfarrei Pirk sorgte für die passende Musik mit modernen geistlichen Liedern in deutscher und englischer Sprache.
Pfarrer Arnold Pirner hieß neben den Jugendlichen auch die Firmbewerber des Jahres 2026 herzlich willkommen und stellte sie nach der Predigt namentlich der Gemeinde vor.
Christoph Bacher interviewte mehrere Jugendliche und stellte ihnen die Frage: „Was bedeutet Hoffnung für Dich?“ Antworten darauf waren u. a. Neuanfang, Veränderung, Erfolg, Zusammenhalt, Glaube, Auferstehung. Jeder dieser Begriffe stand auf einem großen Karton. Aus diesen symbolischen Steinen bauten die Jugendlichen dann eine Kirche. Anstelle der Predigt lud Pfarrer Pirner zu einer Meditation zum Logo des Heiligen Jahres ein, das alle Mitfeiernden als Bild in der Hand hielten. Die Jugendlichen sprachen auch die Für-bitten. Am Ende der lebendigen Feier dankte Pfarrer Pirner allen, die an der Vorbereitung beteiligt waren, sowie der Band GloryUs für die musikalische Begleitung. Die Mitfeiernden dankten mit großem Applaus und gingen mit Hoffnung und Zuversicht erfüllt nach Hause.